Abluft
Luft, die gezielt aus einem Raum oder einer Anlage abgeführt wird. In gewerblichen Küchen nimmt sie unter anderem Wärme, Feuchtigkeit, Gerüche und Kochdünste auf.
Fachbegriffe gehören zu unserem Alltag – für Betreiber und Kunden aber nicht unbedingt. Deshalb erklären wir wichtige Begriffe klar, praxisnah und ohne unnötiges Fachchinesisch.
Nach Umbau, Ventilatorwechsel oder Neuinstallation kann es notwendig sein, die Anlage einzumessen und einzuregulieren. Entscheidend ist nicht nur, dass ein Gerät läuft, sondern dass die vorgesehenen Luftmengen im tatsächlichen Betrieb erreicht werden.
Das Lexikon wächst mit unseren Leistungen. Neben den Grundlagen erklären wir jetzt auch Begriffe aus Messung, Einregulierung, Inbetriebnahme, Komponenten, Filtertechnik und Anlagenbetrieb.
Ein neuer Ventilator oder eine neue Anlage ist nicht automatisch richtig eingestellt. Je nach Projekt prüfen wir deshalb, ob Soll- und Ist-Luftmengen zusammenpassen und ob die Gesamtanlage sinnvoll arbeitet.
Luft, die gezielt aus einem Raum oder einer Anlage abgeführt wird. In gewerblichen Küchen nimmt sie unter anderem Wärme, Feuchtigkeit, Gerüche und Kochdünste auf.
Gezielt zugeführte Luft, die abgeführte Luft ersetzt. Eine abgestimmte Zuluft ist besonders bei leistungsstarken Abluftanlagen wichtig.
Luft, die von außen angesaugt und einer Anlage oder einem Raum zugeführt wird. Vor der Einbringung kann sie je nach Anlage gefiltert, erwärmt oder anderweitig behandelt werden.
Abluft, die nach der Behandlung bzw. nach Durchströmen der Anlage ins Freie abgeführt wird.
Luft, die aus einem Raum abgesaugt und nach einer Behandlung wieder in denselben oder einen anderen Bereich zurückgeführt wird. Ob Umluft zulässig oder sinnvoll ist, hängt stark von Nutzung und Anforderungen ab.
Beschreibt vereinfacht, wie häufig die Raumluft innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausgetauscht wird. Der notwendige Luftwechsel hängt von Nutzung und Belastung des Raumes ab.
Kennzahl, die beschreibt, wie oft das Raumluftvolumen pro Stunde rechnerisch ausgetauscht wird. Sie ist nur ein Baustein bei der Auslegung einer Lüftungslösung.
Luftmenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit bewegt wird, häufig angegeben in m³/h. Die richtige Dimensionierung ist entscheidend für die Funktion einer Lüftungsanlage.
Entsteht, wenn mehr Luft aus einem Raum abgeführt wird als kontrolliert nachströmen kann. Das kann zu ungewollter Luftnachströmung und Problemen im Betrieb führen.
Entsteht, wenn einem Raum mehr Luft zugeführt wird als abgeführt werden kann. Auch Überdruck kann unerwünschte Luftströmungen in angrenzende Bereiche verursachen.
Widerstand, den Filter, Kanäle, Bögen und andere Komponenten dem Luftstrom entgegensetzen. Er muss bei der Auslegung eines Ventilators berücksichtigt werden.
Die beim Kochen aufsteigenden Dämpfe und Luftgemische. Sie können Feuchtigkeit, Fettpartikel, Gerüche und Wärme enthalten.
Abluft, die über eine Küchen- oder Wrasenabzugshaube erfasst und aus dem Kochbereich abgeführt wird.
Haube über Kochgeräten, die entstehende Wrasen möglichst direkt an ihrer Entstehungsstelle erfasst. Größe, Position und Abluftleistung müssen zur Küchensituation passen.
Bereich, in dem eine Haube oder Erfassungseinrichtung die aufsteigenden Wrasen sicher aufnehmen soll. Kochgeräte, Haubengröße und thermische Belastung spielen dabei eine wichtige Rolle.
Filter in Küchenhauben, die einen möglichst großen Anteil mitgeführter Fettpartikel aus dem Luftstrom abscheiden sollen. Sie ersetzen nicht die regelmäßige Reinigung der nachgelagerten Anlage.
Sammelbegriff für die aus einer gewerblichen Küche abgeführte Luft. Sie kann Wärme, Feuchtigkeit, Gerüche, Fettpartikel und weitere Belastungen enthalten.
Umgangssprachliche Bezeichnung für den Antrieb eines Abluftventilators. Für einen passenden Ersatz sind unter anderem Leistung, Drehzahl, Bauart und die Anforderungen der Gesamtanlage wichtig.
Erzeugt den erforderlichen Luftstrom in einer Anlage. Seine Auswahl muss zum benötigten Volumenstrom und zum Druckverlust des gesamten Systems passen.
Ventilatorbauart, bei der die Luft radial zur Drehachse austritt. Sie wird häufig eingesetzt, wenn höhere Druckverluste im Kanalsystem überwunden werden müssen.
Ventilatorbauart, bei der die Luft überwiegend in Richtung der Drehachse gefördert wird. Ob diese Bauart geeignet ist, hängt von Einsatzfall und Druckanforderungen ab.
Elektronisches Gerät zur Drehzahlregelung geeigneter Motoren. Damit kann die Ventilatorleistung an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.
Anpassung der Ventilatordrehzahl, um Luftleistung und Anlagenbetrieb zu beeinflussen. Die Regelung muss zur Motor- und Ventilatorauslegung passen.
Bauteil im Luftkanal, mit dem Luftmengen beeinflusst oder Teilströme abgeglichen werden können.
Bauteil zur Führung von Zu- oder Abluft. Querschnitt, Bögen, Material und Leitungsweg beeinflussen Strömung, Druckverlust und Geräuschentwicklung.
Zugangsöffnung in einer Luftleitung oder Anlage, die Kontrolle, Wartung und Reinigung ermöglicht. Lage und Anzahl müssen zur Anlage und den jeweiligen Anforderungen passen.
Filtermedium zur Adsorption bestimmter gasförmiger Stoffe und Geruchsstoffe. In Abluftanlagen kann Aktivkohle zur Reduzierung von Geruchsemissionen eingesetzt werden.
Maßnahmen zur Reduzierung unerwünschter Gerüche in der Abluft. Je nach Anwendung können unterschiedliche Verfahren sinnvoll sein.
Zeitraum, in dem ein Filter unter den jeweiligen Betriebsbedingungen sinnvoll eingesetzt werden kann. Belastung, Luftmenge, Feuchtigkeit und Betriebsdauer beeinflussen die Standzeit.
Austausch verbrauchter oder belasteter Filtermedien. Der richtige Zeitpunkt hängt vom Filtertyp, der Belastung und dem Anlagenbetrieb ab.
Messung und Einstellung einer Anlage nach Einbau, Umbau oder Gerätewechsel. Dabei wird geprüft, ob die vorgesehenen Luftmengen und Betriebszustände tatsächlich erreicht werden.
Geordnete Aufnahme des Betriebs nach Installation oder Änderung einer Anlage. Dazu können Funktionsprüfung, Drehrichtung, Regelung, Luftmengen und sicherheitsrelevante Punkte gehören.
Abgleich der Luftströme in einzelnen Leitungsabschnitten oder Auslässen, damit die vorgesehenen Luftmengen dort ankommen, wo sie benötigt werden.
Der für den jeweiligen Betrieb vorgesehene oder geplante Luftvolumenstrom. Er dient als Zielwert bei Prüfung und Einregulierung.
Der tatsächlich gemessene Luftvolumenstrom einer Anlage oder eines Teilbereichs. Der Vergleich mit dem Sollwert zeigt, ob Anpassungen erforderlich sind.
Druckunterschied zwischen zwei Messpunkten. Er kann wichtige Hinweise auf Strömungsverhältnisse, Filterzustand oder den Anlagenbetrieb geben.
Geschwindigkeit der Luft in einem Kanal oder an einer Messstelle. Zusammen mit dem Querschnitt kann daraus der Volumenstrom bestimmt werden.
Dokumentation der gemessenen Werte und Einstellungen, zum Beispiel Luftmengen oder Druckwerte. Es schafft Nachvollziehbarkeit für spätere Prüfungen und Änderungen.
Prüfung, ob Ventilator, Regelung, Klappen und weitere Komponenten wie vorgesehen arbeiten und sinnvoll zusammenspielen.
Erneute Messung nach einer Änderung, Reparatur oder Einregulierung. Sie zeigt, ob die gewünschte Verbesserung tatsächlich erreicht wurde.
Eine bereits vorhandene Lüftungs- oder Abluftanlage. Bei einer Modernisierung prüfen wir, welche Komponenten sinnvoll weiterverwendet werden können.
Ergänzung oder Erweiterung einer bestehenden Anlage, ohne das gesamte System neu aufzubauen. Besonders im Bestand sind häufig individuelle Lösungen erforderlich.
Systematische Erfassung der vorhandenen Anlage, zum Beispiel Komponenten, Leitungswege, Maße, Typenschilder und Betriebszustand. Sie ist häufig die Grundlage für eine sinnvolle Modernisierung.
Technische Dimensionierung einer Anlage oder einzelner Komponenten auf Basis des benötigten Luftstroms, der Druckverluste und der jeweiligen Nutzung.
Regelmäßige Kontrolle und Pflege einer Anlage, um Funktion, Betriebssicherheit und Zustand zu erhalten. Art und Umfang hängen von Anlage und Nutzung ab.
Entfernung von Ablagerungen aus Hauben, Filtern, Kanälen und weiteren Anlagenteilen. Besonders bei fetthaltiger Küchenabluft ist die regelmäßige Reinigung ein wichtiger Bestandteil des Anlagenbetriebs.
Zusammenstellung relevanter Informationen zu Anlage, Änderungen, Messwerten und ausgeführten Arbeiten. Eine gute Dokumentation erleichtert spätere Wartung, Umbauten und Prüfungen.
Bei Abluft- und Lüftungsanlagen müssen je nach Gebäude, Nutzung und Leitungsführung brandschutztechnische Anforderungen berücksichtigt werden. Diese sind immer objektbezogen zu prüfen.
Behördliche, baurechtliche oder betriebliche Anforderungen, die bei Umbau oder Neuinstallation relevant sein können. Ob und welche Nachweise erforderlich sind, hängt vom Einzelfall ab.
Abkürzung für raumlufttechnische Anlage. Dazu zählen Systeme, die Luft fördern, austauschen oder je nach Ausführung zusätzlich filtern, erwärmen, kühlen oder anderweitig behandeln.
Technische Richtlinie mit Bezug zur Raumlufttechnik in gewerblichen Küchen. Welche Anforderungen im konkreten Projekt anzuwenden sind, muss objektbezogen geprüft werden.
Richtlinienreihe zur Hygiene in raumlufttechnischen Anlagen und Geräten. Für den konkreten Anwendungsfall sind die jeweils relevanten Anforderungen fachlich zu prüfen.
Systematischer Ansatz zur Erkennung und Beherrschung von Gefahren in Lebensmittelbetrieben. Lüftung, Reinigung und hygienisch geeignete Oberflächen können dabei Teil des betrieblichen Gesamtkonzepts sein.
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